Öffentliche Haushalte durch Kapitalisierung von Immobilien entlasten, REITs fördern!

Öffentliche Haushalte durch Kapitalisierung von Immobilien entlasten, REITs fördern!

BERLIN. Zu der Diskussion über die Einführung von REITs (Real Estate Investment Trusts) erklärt das Mitglied des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages, Otto FRICKE:

Neben der Aktivierung des Immobilienmarktes haben REITs auch das Potential, die katastrophalen öffentlichen Haushalte zu entlasten und gleichzeitig frisches Kapital in den Finanzplatz Deutschland zu spülen.
Durch den "Verkauf" ihrer Immobilienbestände können Unternehmen, aber möglicherweise auch die öffentliche Hand, frisches Kapital aktivieren, und vermeiden so eine noch stärkere Kreditaufnahme. Finanzmittel, die für Investitionen, die Entwicklung neuer Produkte und damit für die Schaffung neuer Arbeitsplätze dringend benötigt werden.
Mit der Einführung von REITs könnte das Transaktionsvolumen am deutschen Immobilienmarkt deutlich erhöht werden - gleichzeitig würde dies zu zusätzlichen Grunderwerbsteuereinnahmen führen. Die hierdurch eingenommenen Steuern, die an die Länder fließen, entlasten gleichzeitig indirekt auch die kommunalen Haushalte.
Es könnte sich somit bei REITs im volkswirtschaftlichen Sinne um eine "eierlegende Wollmilchsau" handeln, die vor dem Hintergrund der besorgniserregenden Haushaltssituation einen Beitrag zur Konsolidierung der öffentlichen Finanzen leisten kann.
Finanzminister Hans Eichel muss sich mit der Einführung der entsprechenden Gesetzgebung auch aufgrund der internationalen Konkurrenz der Immobilienstandorte beeilen. Jedoch sind auch die Länder aufgefordert, sich von ihrem "Status quo Denken" zu trennen und nicht nur die kurzfristigen Risiken in den Vordergrund zu schieben, sondern die Chancen für den Standort Deutschland und die hiesige Immobilienwirtschaft wahrzunehmen.
Deutschland darf im internationalen Wettstreit nicht noch mehr an Boden verlieren, erst recht nicht durch "Kleinstaaterei".