Portlet: Freiheit bewegt 4 gute Jahre
BERLIN. Zum Kabinettentwurf über den Bundeshaushalt 2013 und die
mittelfristige Finanzplanung erklärt der Parlamentarische Geschäftsführer und
haushaltspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion Otto FRICKE:
Der Haushaltsentwurf 2013 trotzt der Staatsschuldenkrise. Drei Jahre früher als
vom Grundgesetz vorgegeben kann der Bund bereits im Jahr 2013 und nicht erst
2016 das Ziel für die Obergrenze des strukturellen Defizits (0,35 Prozent des
BIP) erreichen. Die Koalition übererfüllt damit die verfassungsmäßigen
Vorgaben. Standfestigkeit, klare Orientierung und Augenmaß im Zusammenspiel von
Wachstums- und Konsolidierungspolitik scheinen sich auszuzahlen.
Für das Haushaltsjahr 2016 werden gemäß der mittelfristigen Finanzplanung
erstmals unter der Haushaltsverantwortung dieser Koalition keine weiteren
Schulden geplant. Allein diese Eckdaten dokumentieren die lohnenswerten
Anstrengungen des eingeschlagenen Konsolidierungswegs.
Ziel muss es daher sein, bei den Beratungen über den Haushaltsentwurf 2013 die
Mehrbelastungen durch die Länderforderungen von gut 1 Mrd. Euro auszugleichen.
Die Nettokreditaufnahme (NKA) in Höhe von 18,8 Mrd. Euro muss mindestens auf
diesem Niveau gehalten werden.
Hinzuweisen ist zudem darauf, dass ohne eine weitere ESM-Bareinlage in Höhe von
8,7 Mrd. Euro die NKA bei 10,1 Mrd. Euro und damit unter den 11,5 Mrd. Euro vor
der Finanzkrise (2008) läge.
Positiv zu bewerten ist zudem das moderate Ausgabenwachstum. Verglichen mit dem
Nachtragshaushalt 2012 sinken die Ausgaben um 3,4 Prozent auf 302,2 Mrd. Euro.
In den Jahren 2014 und 2015 bewegen sich die Ausgaben mit 302,9 Mrd. Euro und
303,3 Mrd. Euro auf einem ähnlichen Niveau. Von manchen Ländern würde man sich
solche Zahlen wünschen.
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