Haushaltskonsolidierung geht weiter - Schuldengrenze von 0,35 Prozent des BIP wird 2 Jahre früher eingehalten
BERLIN. Zum Kabinettbeschluss über die Eckwerte des Bundeshaushalts 2013 und
der Finanzplanung 2016 erklärt der haushaltspolitische Sprecher der
FDP-Bundestagsfraktion Otto FRICKE:
Die Politik einer wachstumsfreundlichen Haushaltskonsolidierung wird mit den
Eckwerten zum Haushalt 2013 fortgesetzt. Mit 19,6 Mrd. € bleibt die
Nettokreditaufnahme (NKA) um gut 5 Mrd. € unter dem geltenden Finanzplan. Trotz
der Zusatzbelastungen von weiteren 4,3 Mrd. € für den Europäischen
Rettungsschirm ESM ist die Koalition bei der Haushaltskonsolidierung im Plan.
Damit wird das primäre Ziel, die Schuldenregel einzuhalten, erreicht, wenn auch
die Staatsschuldenkrise nachwirkt.
Die Koalition hält auch in der mittelfristigen Planung ihren Kurs und erreicht
die Einhaltung der verfassungsrechtlichen Vorgaben, wonach das strukturelle
Defizit bis zum Jahr 2016 auf maximal 0,35 Prozent des Bruttoinlandsprodukts
(BIP) reduziert werden muss, bereits 2014!
Der Haushalt 2013 profitiert von den wirtschafts- und arbeitsmarktpolitischen
Erfolgen der Koalition. So werden die Steuermehreinnahmen vorrangig zur
Absenkung der Nettokreditaufnahme verwendet. Zu begrüßen ist zudem, dass die
geringen Ausgaben-steigerungen unterhalb der Wachstumsannahmen
bleiben.
Bemerkenswert ist die Kritik der Opposition. Sowohl SPD als auch Grüne halten
der Koalition unzureichende Sparanstrengungen vor. Wird jedoch gespart
(Haushaltsbegleitgesetz 2011), dann ist der Aufschrei groß und die Rede ist vom
"sozialen Kahlschlag". Daher läuft die Kritik ins Leere. Es muss die Frage
gestellt werden, ob die Opposition etwa bei der Rente, den Arbeitsmarkt- oder
den Bildungsausgaben kürzen möchte. Ebenso wenig vorstellbar ist, dass SPD und
Grüne bei Verkehrs- und Entwicklungshilfeausgaben kürzen wollen.
Man kann natürlich an der Steuerschraube drehen; ein allseits beliebtes Mittel
von SPD und Grünen. Haushalts- und Finanzierungsfragen werden bei ihnen durch
Steuererhöhungen beantwortet. Diesen wachstumsfeindlichen Weg wird die
Koalition nicht gehen, denn die letzten Jahrzehnte haben gezeigt, dass
Mehreinnahmen allzu häufig nur zu Mehrausgaben führen.
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