BERLIN. Zum Kabinettsentwurf über den Bundeshaushalt 2012 und die
mittelfristige Finanzplanung erklärt der haushaltspolitische Sprecher der
FDP-Bundestagsfraktion Otto FRICKE:
Die Haushaltsentwicklung ist erfreulich. Mit dem Bundeshaushalt 2012 und dem
mittelfristigen Finanzplan bis 2015 werden die Weichen für solide
Staatsfinanzen gestellt. Die Koalition dokumentiert ihren Willen, die
bisherigen Sparziele erneut zu verbessern und die Neuverschuldung deutlich zu
reduzieren. So soll die Neuverschuldung mit 27,2 Milliarden Euro gegenüber der
bisherigen Finanzplanung um rund 13 Milliarden Euro geringer ausfallen.
In der aktuellen Situation heißt es Kurs zu halten und den eingeschlagenen
Konsolidierungsweg fortzusetzen. Gefragt sind haushaltspolitische Vernunft und
Verantwortung. Kennzeichen dieser ambitionierten und bisher erfolgreichen
Haushalts- und Finanzpolitik ist die Balance aus Konsolidierung und
zielgerichteten Investitionen für mehr Wachstum und Beschäftigung.
Die Konsolidierungs- und Wirtschaftspolitik dieser Koalition trägt langsam
Früchte. Mit dem Haushaltsentwurf 2012 und der mittelfristigen Finanzplanung
kommt die Koalition ihren zwei wesentlichen Zielen in der Haushalts- und
Finanzpolitik Stück für Stück näher:
1. Bis zum Jahr 2016 muss der Bund sein strukturelles Defizit auf max. 0,35
Prozent des Bruttoinlandsprodukts (rund 10 Milliarden Euro)
zurückführen.
2. Die Entlastung der Bürger noch in dieser Legislaturperiode.
Effektive Haushaltskonsolidierung und kluge Bürgerentlastung schließen einander
nicht aus. Daher muss auch bei den Haushaltsberatungen darauf geachtet werden,
Ausgabenprogramme zu vermeiden und mögliche neue politische Prioritäten durch
Einsparungen an anderer Stelle gegenzufinanzieren. Für das Parlament gilt nun,
die Ausgaben kritisch zu überprüfen.
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