BERLIN. Zu dem Ergebnis der Mai-Steuerschätzung 2012 erklärt der
haushaltspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion Otto FRICKE:
Es ist für die Haushalte von Bund und Ländern gut, wenn die Einnahmen steigen,
aber es ist nicht das Geld des Staates, sondern das der Bürger.
SPD und Grüne sollten daher angesichts der vorgelegten Schätzerzahlen ihre
Blockade im Bundesrat beenden. Steuerliche Entlastungen kleiner und mittlerer
Einkommen sind möglich und nötig, ohne den Konsolidierungspfad zu
verlassen.
Die Doppelzüngigkeit von SPD und Grünen zeigt sich gerade mit Blick auf Europa.
Den Bürgern in Deutschland wird eine mögliche Steuerentlastung verweigert,
gleichzeitig jedoch für Europa ein schuldenfinanziertes Wachstumspaket
gefordert.
SPD und Grünen sollte bekannt sein, dass der Bund die Steuerentlastung bereits
in den Eckwerten für den Haushalt 2013 und die mittelfristige Finanzplanung
eingearbeitet hat. Insoweit können die Mehreinnahmen für die
Haushaltskonsolidierung und die Reduzierung der Nettokreditaufnahme
herangezogen werden.
Die wachstumsfreundliche Politik der Koalition zeigt sich eindrucksvoll in den
Zahlen der Steuerschätzer. Zum wiederholten Male sind die Steuereinnahmen für
Bund, Länder und Gemeinden besser als angenommen. Sie steigen von Jahr zu Jahr,
ohne dass die Steuern erhöht wurden. In Deutschland stimmt das
gesamtwirtschaftliche Umfeld. Der Konjunkturmotor läuft, die Arbeitslosenzahlen
sinken und die Löhne steigen.
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